Info

Interpreten

Pressestimmen

Anfangsseite

 
     

Ferdinand Lassalles letzte Tage – eine wahre Geschichte

Als sich der gesundheitlich stark angeschlagene Ferdinand Lassalle nach seiner Kräfte zehrenden Agitationstour für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein im Sommer 1864 zur Kur nach Rigi-Kaltbad in die Schweiz begab, stürzte der 39-jährige revolutionserprobte Sozialist in eine tiefe Krise. Fernab vom politischen Trubel, ließen ihn die Stille und die Abgeschiedenheit der Berge seine Einsamkeit und seine innere Leere schmerzlich bewusst werden. War das der Preis für seine Erfolge und die Popularität, die er als Jurist, als Publizist und als Politiker errungen hatte? Selbst Bismarck suchte das Gespräch mit dem Gründungspräsident des ADAV. Aber angesichts der zähen Entwicklung der Organisation und des Undanks für sein aufreibendes Engagement, würde er der Politik am liebsten den Rücken kehren. Doch es gab kein Zurück – das wusste er nur zu genau. Er konnte nicht alles hinschmeißen, ohne sich lächerlich zu machen und seinen Ruf zu ruinieren. Auch die Tatsache, dass ihm wieder einmal einige Gerichtsprozesse bevorstanden und eine sechsmonatige Gefängnisstrafe drohte, lastete schwer auf ihm. Er spielte erstmals mit dem Gedanken, Deutschland zu verlassen und ins Exil zu gehen – einfach alles hinter sich zu lassen, um sein persönliches Glück zu finden.

Da reißt ihn das völlig unerwartete Auftauchen der 21 Jahre jungen und leichtlebigen Helene von Dönniges aus seiner düsteren Stimmung. „Zufällig“ habe sie von seinem Kuraufenthalt in Rigi-Kaltbad erfahren, und da sie sozusagen in der Nähe war … Was Lassalle zunächst als amüsante Episode und willkommene Ablenkung begrüßt, wird ihm zum Verhängnis. Der berüchtigte Frauenheld und die flatterhafte Diplomatentochter kennen sich nur flüchtig. Bevor sie sich im Winter 1862 zum ersten Mal in Berlin begegneten, hatte ihr Umfeld sie schon darauf vorbereitet, dass sie „füreinander geschaffen“ seien. Doch eine Vertiefung der Bekanntschaft, wusste die auf ihren Ruf bedachte Familie von Dönniges konsequent zu unterbinden. Erst in jenem Sommer 1864, nutzt die abenteuerlustige Helene die Gelegenheit, um eine weitere Begegnung mit Lassalle in der Schweiz zu arrangieren, und ihre Beziehung muss schnell so intim geworden sein, dass es zu einem Verlöbnis und kurz darauf zu einem Eheversprechen kommt. All dies zunächst ohne Wissen von Helenes Eltern sowie eines jungen Wallachen, namens Janko von Racowitza, der mit Helene bereits so gut wie verlobt ist. Lassalle setzt zunächst auf Diplomatie, doch Helene forciert den Eclat. Die Familie von Dönniges steht Kopf, und das Drama nimmt seinen Lauf.
Die Chronik eines Untergangs mit Ingo Hülsmann als Ferdinand Lassalle, Claudia Burckhardt als Gräfin Sophie von Hatzfeldt, Eva Meckbach als Helene von Dönniges und Joachim Nimtz als Oberst Wilhelm Rüstow. Untermalt von Auszügen aus dem „Kaiserwalzer“ von Johann Strauß Sohn, dem „Siegfried-Idyll“ von Richard Wagner sowie dem „Liebestraum“ von Franz Liszt, eingefasst in ein akustisches Ambiente, das die Unausweichlichkeit der Tragödie langsam ihrem Höhepunkt zu treibt

  • Ferdinand Lassalle – Verhängnis
  • 3 Audio-CDs, Laufzeit ca. 160 Min.
  • + 20-seitiges Booklet
  • ISBN 978-3-9810808-9-6
  • Preis 19,95 € (VK inkl. MwSt.)
  • Kaleidophon-Verlag, Berlin  2015    
  • Erscheinungstermin 9. April 2015

Bestellung via Kohlibri